Es will einfach nicht sein
Die U23 des SC Rohrau‑Gerhaus musste am Sonntag, 20.09.2026, auswärts beim SC Hof/L. eine Niederlage hinnehmen. Beim Endstand gibt es im Nachhinein leider leichte Unklarheit – laut Ergebnis 5:1, auf der Stadionanzeige stand 4:1. Unabhängig davon bleibt die Erkenntnis: Es war ein Nachmittag, an dem für unsere jungen Gelsen insgesamt zu wenig zusammenlief.
Zähes Spiel ohne große Highlights
Die Partie entwickelte sich von Beginn an zu einem sehr langsamen Spiel, in dem nur selten wirklich Tempo oder klare Aktionen aufkamen. Über weite Strecken war es ein „Plätscher Spiel“ – wenig Struktur, wenig zwingende Offensivmomente und insgesamt zu wenige Szenen, die man als echte Highlights bezeichnen könnte.
Gerade in solchen Spielen braucht es dann umso mehr Energie, klare Kommunikation und den letzten Biss in den Zweikämpfen – genau diese Elemente haben an diesem Tag phasenweise gefehlt, wodurch Hof/L. das Spiel kontrollierter und konsequenter gestalten konnte.
Kapitän Eisterer früh raus – Pflichtspiel-Einsatz in der Kampfmannschaft
Ein besonderes Detail: Kapitän Stephan Eisterer wurde früher aus dem Spiel genommen, da er im Anschluss noch bei der Kampfmannschaft zum Einsatz kam und damit ein weiteres Pflichtspiel für die erste Mannschaft absolvierte. Ein starkes Zeichen für seinen Stellenwert im Verein – und gleichzeitig natürlich eine Umstellung für die U23, die in der Folge noch mehr Stabilität und Führung am Platz gebraucht hätte.
Zu wenig Bewerbung für „oben“
Aus Sicht des Trainerteams war es insgesamt ein Spiel, in dem sich viele der jungen Spieler nicht in dem Maß in Szene setzen konnten, wie man es sich wünscht – gerade mit Blick auf die Chance, sich für Einsätze bzw. Nominierungen in der Kampfmannschaft zu empfehlen. Es war kein Auftritt, der laut „Ich bin bereit!“ geschrien hat – sondern eher einer, der zeigt, dass in einigen Bereichen noch Konsequenz, Mut und Präsenz fehlen.
Ehrentor durch Felix Krcal – „Haaland-Style“ mit blondem Flow
Für den Rohrau‑Gerhaus‑Treffer sorgte Felix Krcal. Und wer ihn gesehen hat, wird’s bestätigen: Mit seinen langen blonden Haaren erinnert er optisch ein bisschen an Prime Erling Haaland. Sportlich war dieses Tor zumindest ein kleines Ausrufezeichen in einer Partie, in der sonst vieles zäh blieb – ein Moment, der zeigt, dass auch in solchen Spielen immer wieder etwas möglich ist, wenn man konsequent bleibt.
Positiv: Torhüter Martin Krammer als Stütze
Einen klaren Lichtblick gab es dennoch: Neuzugang Martin Krammer im Tor zeigte eine starke Partie und bewies, dass er für die Reserve/U23 eine echte Stütze im Aufbau sein kann. Ruhig, präsent und mit wichtigen Aktionen – eine Leistung, auf der sich aufbauen lässt.
Fazit
Unterm Strich bleibt ein Spiel, das man schnell abhaken will – aber auch eines, aus dem man lernen muss: mehr Tempo, mehr Klarheit, mehr Energie. Genau diese Punkte werden in den kommenden Trainingswochen entscheidend sein, damit die U23 wieder ein anderes Gesicht zeigt und die nächsten Aufgaben mit mehr Überzeugung angeht.
Nächstes Spiel für die U23 ist am Sonntag den 4.10.2026 auswärts um 13:30 Uhr gegen den ASV Petronell.