Ein harter Brocken und steiniger Weg für die Gelsen in der Jubliäumssaison

Am kommenden Sonntag, 13. September 2026, steht für den SC Rohrau‑Gerhaus in der 4. Runde der 2. Klasse Ost das nächste Meisterschaftsspiel und gleichzeitig erste Heimspiel an. Nach der Niederlage vom vergangenen Wochenende gegen den SC Lanzendorf hat die Mannschaft die Partie im Training so gut es ging aufgearbeitet. Vor allem jene Fehler, mit denen man sich – salopp gesagt – selbst besiegt hat, wurden sowohl spielerisch als auch taktisch analysiert, um sie für die nächsten Aufgaben Schritt für Schritt abzustellen.

Einfach wird das allerdings nicht: Die Niederlage sitzt in vielen Bereichen noch tief – in den Knochen und in den Köpfen. Trainer Markus Vinkovits blieb dazu unter der Woche eher wortkarg und brachte es knapp auf den Punkt: Es sei ein „Aus-der Hand-Geben“ einer möglichen Drei‑Punkte‑Chance gewesen.

Mit dem ASK Schwadorf wartet nun definitiv keine leichte Aufgabe – im Gegenteil: Für die „Gelsen“ aus Rohrau wird es eine echte Hürde, bei der es vor allem auf Kompaktheit, Disziplin und Zusammenhalt ankommen wird.

100 Tage neue Vereinsführung: Windholz & Gutmann ziehen Bilanz

Auch abseits des Rasens gab es diese Woche ein wichtiges Thema: 100 Tage Vereinsführung unter Obmann Johannes Windholz und seinem Stellvertreter Peter Gutmann. Gutmann stellte sich dazu einem kurzen Interview für die Gelsenpresse und machte klar: Die Aufgabe sei „ein unfassbar großer Schuh“, den man überreicht bekommen habe – auch deshalb, weil man sich von Beginn an bewusst war, dass der SC Rohrau‑Gerhaus in einem kompletten Umbruch steckt. Hürden und „Löcher“, die in den letzten Jahren nur gestopft wurden, wolle man nicht einfach weiter stopfen, sondern die Themen von Null weg neu aufarbeiten.

Nach 100 Tagen könne man dennoch auf viel Positives blicken: Man habe versucht, wieder mehr junges Publikum für den Verein zu gewinnen und sei mit der Ballermann‑Party nicht einfach eine klassische „2‑Euro‑Party“ angegangen, sondern habe gleich beim ersten Projekt gezeigt, dass man neue Ideen und andere Formen von Festivitäten präsentieren will. Zusätzlich wurde intensiv daran gearbeitet, den Verein nach außen visuell und medial neu aufzustellen – von Kommunikationsplattformen über Social‑Media‑Auftritte, mehr Möglichkeiten für Mitglieder inkl. hochwertigeren Präsentation des 100er Clubs, organisatorischen Themen im Hintergrund, Merchandise (Pro halbem Jahr mit neuer zusätzlicher Kollektion) und einem einheitlichen Corporate‑Design‑Auftritt.

Gleichzeitig ist allen klar: In einem Sportverein darf der Sport nicht zur Nebensache werden. Die sportlichen Aufgaben werden nicht klein geredet – und man hat sich bereits nach Ende der Sommer‑Transferperiode mit Blick auf den Winter Gedanken gemacht. Die erste halbe Saison wird nicht einfach, aber der Verein steht geschlossen hinter Mannschaft und Spielern. Peter Gutmann und Johannes Windholz zeigen sich zuversichtlich, dass sich die nächsten Schritte – auch im Spielerischen als Gesamtpaket – in absehbarer Zeit, spätestens rund um die Wintertransferperiode, weiterentwickeln werden.

Die Linien für das erste Heimspiel der Saison am kommenden Sonntag werden gezogen.

Zum Schluss bleibt dem gesamten Verein nur zu wünschen, dass das kommende Meisterschaftsspiel erfolgreich gemeistert wird – und vor allem: Gute Besserung an den leider verletzten Daniel Demovic, der sich im Spiel gegen den SC Lanzendorf doch etwas mehr verletzt hat und für die kommenden (vermutlich zwei) Spiele ausfallen wird. Dafür ist erstmals der verletzte Torhüter (Fingerbruch in der Vorbereitung) Manuel Rosner zurück im Kader.

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