Saisonauftakt (vorgezogene 2. Runde): SC Rohrau-Gerhaus unterliegt auswärts Prellenkirchen SV mit 6:0
Zum Saisonauftakt (vorgezogene 2. Runde) gastierte der SC Rohrau-Gerhaus am 14. August 2026 um 19:30 Uhr auswärts beim SV Prellenkirchen. Die Ausgangslage war alles andere als ideal: Rohrau-Gerhaus musste erneut ersatzgeschwächt antreten, griff auf Spieler der zweiten Mannschaft zurück und auch Altstar Martin Breitwieser (3/Breiti) feierte in der Startelf sein mittlerweile „100stes“ Comeback in der Kampfmannschaft.
Zusätzlich fehlten zwei zentrale Säulen von Beginn an: Kapitän Philipp Steiner (8/Pippo) sowie Co-Kapitän Daniel Toth (5/Dani) mussten verletzungsbedingt zunächst von der Bank aus zusehen.

Die Bank des SC Rohrau-Gerhaus mit ungewohntem Blick.
Erste Halbzeit: Kompakt, diszipliniert – 0:0 zur Pause
Trotz der schwierigen Personalsituation zeigte Rohrau-Gerhaus in der ersten Halbzeit eine sehr kompakte und disziplinierte Leistung. Mit viel Einsatz und guter Organisation hielt das Team lange dagegen und brachte ein 0:0 bis in die Pause über die Zeit.
Bitter wurde es jedoch bereits in der 22. Minute: Stürmerhoffnung Patrick Mozola (11) musste verletzt ausgewechselt werden. Der Verdacht lautet auf einen Muskelfaserriss im Bereich der Bauchmuskulatur – eine genaue Diagnose wird in den kommenden Tagen folgen.
Für Mozola kam Michael Salmer zu seinem Debüt in der Kampfmannschaft. Der junge Spieler erwies sich als echter Lichtblick, zeigte eine starke Leistung und wurde nach dem Spiel sowohl von der Mannschaft als auch vom Trainerteam eingeladen, künftig fix bei der Kampfmannschaft zu trainieren und in der Saison eine Rolle zu spielen.
Zweite Halbzeit: Kräfte schwinden – Prellenkirchen nutzt die Räume
Auch nach der Pause kämpfte Rohrau zunächst weiter kompakt, doch mit zunehmender Spielzeit ging mehreren Spielern sichtbar die Luft aus. In der Folge lief man in Konter und geriet mehrfach in Unterzahlsituationen – Prellenkirchen nutzte diese Phase konsequent und erzielte zunächst das 1:0, kurz darauf auch das 2:0.
Danach wurde die Lage noch schwieriger: Die Kräfte ließen nach, die Bank war dünn besetzt und weitere Spieler waren angeschlagen. Philipp Steiner und Daniel Toth waren nicht einsatzfähig, dazu kamen angeschlagene bzw. verletzte Optionen wie Lukas Charwat (22/Chaluk) und Thomas Navratil (15/Enzo). Als Wechselmöglichkeiten blieben unter anderem der junge Christoph Schoderitz (12).
Zunächst wurden Thomas Navratil und Christoph Schoderitz gebracht, doch in der Schlussphase musste auch noch Patrik Brieska (7) angeschlagen vom Feld. So kam schließlich sogar der bereits aus dem Reserve-Spiel angeschlagene (Zerrung) Lukas Charwat (22/Chaluk) noch in den Sturm – ein klares Zeichen dafür, wie eng die personelle Situation an diesem Abend war. Zusätzlich blieb Goalgetter Johannes Windholz (14/Schoko) unter den Erwartungen und konnte an die Leistungen aus der Vorbereitung nicht anknüpfen.
Am Ende setzte es eine deutliche 6:0 Niederlage – ein Ergebnis, das aus Rohrauer Sicht kein Lichtblick war, sondern ein Weckruf und, liebevoll gesagt, eine „Watschen“.

Markus Vinkovits mit dem Blick nach vorne.
Lichtblicke trotz bitterem Ergebnis
Trotz des klaren Resultats verdienen jene Spieler, die eingesprungen sind und über 90 Minuten gekämpft haben, den größten Respekt. Besonders Sebastian Baumgartner (26 Baumi), Radomir Mida (10/Rado) und Bernhard Loidolt (6/Bernie) versuchten von Beginn an, das Spiel zu beruhigen und zu ordnen.
Ein weiterer großer Lichtblick war Torhüter Sascha Hofbauer (Hofi), der als „Legende“ aus der zweiten Mannschaft einsprang und die Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit mit starken Paraden im Spiel hielt. Viele Zuschauer wählten ihn zurecht zu einem der auffälligsten Rohrauer an diesem Abend – Gratulation und großes Lob für diese Leistung.
Ausblick
Unterm Strich bleibt eine bittere Niederlage, die es nun gilt, abzuhaken – so gut es geht. Entscheidend wird sein, als Mannschaft zusammenzubleiben, den Fokus nach vorne zu richten und sich nicht von negativen Themen mitreißen zu lassen. Die nächsten Wochen werden herausfordernd – aber genau jetzt zählt Zusammenhalt.

Philipp Steiner auf der Bank. Ein seltenes Bild.